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09.04.2021
Stille und Aufbruch

Ich habe nachgesehen. Seit fünf Monaten habe ich hier nichts mehr verfasst. Fünf Monate. Das ist fast ein halbes Jahr. Weihnachten lag darin und Ostern auch. Die meiste Zeit habe ich aus gegebenem Anlass beide Kinder hier und meistens stört mich das gar nicht. Aber ich komme nicht zu viel. Die Küche bleibt oft unberührt liegen und der Schreibtisch auch.
Ein befreundeter Künstler –
Micha Kunze ( https://www.instagram.com/michakunze_/?hl=de )
schrieb letztes Jahr einen Text, den ihr unter „Grabesstille“ findet. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Stück. Der Satz den ich zur Zeit immer wieder im Kopf habe:


„Vielleicht ist Grabesstille nur ein Zeichen für was Neues.“

Lies das nochmal: „Vielleicht ist Grabesstille nur ein Zeichen für was Neues.“


Ja. Vielleicht.
Hier herrscht seit fünf Monaten Grabesstille. Und wie ich letztes Jahr schrieb, ich würde mich wie eine Knospe fühlen, die sich langsam traut sich zu öffnen, so merke ich jetzt: Das alles braucht noch Zeit. Es geht einfach nicht von heute auf morgen. Ich sehe es an unserem Garten. Wie die ersten grünen Blättchen sich entfalten und ich mich irre freue, weil aus kleinen Zwiebeln, die ich letztes Jahr gepflanzt habe nun etwas hervorlugt. Aber die allermeisten Pflanzen brauchen noch eine ganze Weile, bis sie erblühen. Und ich auch. In meinem Kopf überschlagen sich 50Millionen Gedanken und Ideen. Ich möchte sie erst noch ein bisschen wachsen lassen.
Also – haltet die Grabesstille hier noch ein kleines bisschen mit mir aus.
Vielleicht – ich wage zu sagen: Wahrscheinlich – ist sie nur ein Zeichen für was Neues.


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